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das Logo der Firma SHIFT TOMORROW
Dein Autopilot bringt dich
bequem ans Ziel.
Aber ist es auch dein Weg?
Portrait von Christian Schulz – Executive Coach in Nürnberg, Gründer von Shift Tomorrow

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Über mich.

Warum ich keine Zertifikate google

Ich könnte dich mit meiner Vita überfrachten, aber ich fange bei der entscheidenden Frage an: Was befähigt jemanden, ein echtes Sparring zu bieten?

Zertifikate sind obligatorisch, aber sie sind nur Papier. Ich suche nicht nach angelesener Theorie. Ich suche nach dem Praxistest. Ich will wissen, ob mein Gegenüber Verantwortung getragen hat, wenn es brennt. Ob er die Reibung eines Systems kennt, das „nichts falsch machen“ mit „das Richtige tun“ verwechselt. Oberflächliches Feedback liefert die KI. Für echte Transformation braucht es Tiefe – und jemanden, der auch dann hinhört, wenn es unbequem wird.

Verantwortung

Verantwortung zu tragen, habe ich nicht im Job gelernt. Ich lernte es viel früher. Schon als zehnjähriger Sohn einer alleinerziehenden Mutter spürte ich: Ich kann das hier halten. Also tat ich es. Und dieses Muster zog sich durch: Schichtleiter in der Hotellerie schon während der Ausbildung.

Später Siemens. Meine erste Führungsrolle in einem Umfeld, das alles war, nur nicht ruhig: Reibung im Team, Betriebsschließung, Restrukturierung. Ich wollte gestalten – und durfte verwalten.

Dann der kommunale Mittelstand: Als kaufmännischer Leiter und designierter stellvertretender Geschäftsführer eingestiegen, fiel nach nur fünf Wochen der Geschäftsführer aus und hinterließ mir die alleinige Verantwortung für den Betrieb. Ich war jung, politisch nicht vernetzt und saß in einem System fest, das von Versäumnissen der Vergangenheit und hohem Erwartungsdruck gelähmt war.

Ich spürte, was es heißt, die volle Verantwortung zu tragen, ohne die Mittel zu haben, sie wirklich auszufüllen. Funktionieren, statt zu spüren.

Überhitzt im Leerlauf

Beruflich unter politischer Beobachtung, privat auf der Baustelle. Nach dem Job die Kinder ins Bett bringen und – sobald ihr ruhiger Atem verriet, dass sie schlafen – rein in die Arbeitsklamotten und bis tief in die Nacht das Haus sanieren.

Ich versuchte, allen Ansprüchen gerecht zu werden: Vater, Ehemann, Führungskraft. Der Frust wuchs, weil ich nirgendwo mehr wirklich war. Ich zeigte nach außen Stärke, während ich innerlich den Kontakt verlor. Ein Hochleistungsmotor, der im Leerlauf heiß lief.

Autopilot

Der Wendepunkt kam unspektakulär und doch mit überraschender Wucht.

Ich telefonierte mit meiner Frau, die gerade auf einem Coaching-Event in Cancún war. Sie erzählte mir von der Energie dort, von Aufbruch, von Menschen, die etwas bewegen wollten. Mit dem Telefon am Ohr blickte ich aus dem Fenster und sah meinen Nachbarn. Er war über 70 und kniete auf allen Vieren, während er mit einem Küchenmesser akribisch das Unkraut aus den Pflasterfugen seiner Auffahrt kratzte. Zum dritten Mal in diesem Jahr.

Dieses Bild war wie ein Blick in eine mögliche Zukunft. Das, was passiert, wenn ich das Steuer weiterhin meinem Autopiloten überlasse. Interessanterweise zog sich in mir nichts zusammen – es brach etwas auf. Es war ein Weckruf mit einer unumstößlichen Erkenntnis: 

Die nächste Ausfahrt ist meine. 

Plötzlich war da kein Platz mehr für Abwarten. Die Frustration schlug in eine brennende Ungeduld um. Der Erfolg im Außen, die Sicherheit, das sanierte Haus – alles fühlte sich plötzlich an wie eine Sackgasse, die ich nun bewusst verlassen würde.

Reiz und Reaktion

Ein Jahr später war alles anders. Job gekündigt, Haus verkauft, Weltreise mit der Familie.

Es war kein Fluchtreflex, sondern die Rückeroberung meiner Souveränität. Ich wollte den Raum wiederfinden, den Viktor Frankl beschreibt: Den Raum zwischen Reiz und Reaktion. Ich hatte diesen Raum jahrelang mit Pflichten und fremden Erwartungen zugestellt. Jetzt war er endlich leer – und ich konnte ihn neu einrichten.

Wer ich heute bin

Heute arbeite ich als Coach für Menschen, die spüren, dass mehr in ihnen steckt, als ihr aktuelles System zulässt. Teile meiner Ausbildung habe ich bei Dr. Gunther Schmidt, dem Begründer der Hypnosystemischen Beratung und bei Dr. Richard Bandler, einem der Begründer des NLP, absolviert. Nicht für das Zertifikat. Sondern für die Qualität. Weil ich mir der Verantwortung bewusst bin, die damit einhergeht, Menschen in ihrem Wachstum zu begleiten.

Ich bin dein Resonanzraum. Ich weiß, wie es sich anfühlt, dem alten Pfad zu folgen, während innerlich die Richtung nicht mehr stimmt. Ich biete keine „Hilfe“ an. Ich stelle mit dir deine unbestochene Ordnung wieder her. Damit deine Reaktionen nicht mehr deinem emotionalen Autopiloten entspringen, sondern deiner bewussten Wahl.

Kommen wir zum Punkt. In meinem Leben bin ich 13 Mal umgezogen. Heute weiß ich: Ich brauche keinen festen Ort, um anzukommen. Ich komme dort an, wo ich Verbindung spüre: bei meiner Familie, bei meinen Freunden und in Gesprächen mit Menschen, die wachsen wollen.

Es ist oft gar nicht die Frage, ob du deinen Autopiloten ausschaltest, sondern nur, wann du die Wahl deiner nächsten Ausfahrt wieder selbst in die Hand nimmst. Wenn dieser Moment jetzt ist: Erzähl mir, wo du gerade stehst.

Ich höre zu. Und dann finden wir heraus, was dein nächster Schritt ist.

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