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Systemische Resonanz – Warum echte Nachhaltigkeit nichts mit Weichspülerei zu tun hat

  • Autorenbild: Christian
    Christian
  • 9. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden


Nachhaltigkeit ist im modernen Management-Diskurs ein Begriff, der oft bis zur Bedeutungslosigkeit glattgeschliffen wurde. Er klebt als Pflichtlabel an Geschäftsberichten und wird in Coaching-Zirkeln gern als Synonym für „Schonung“ missverstanden. Doch wenn wir im dichten Nebel der Transformation stehen, ist Nachhaltigkeit keine moralische Entscheidung, sondern eine Frage der physikalischen Wirksamkeit.


In der japanischen Philosophie des Ikigai wird dieser Punkt als „Harmonie und Nachhaltigkeit“ bezeichnet. In einem westlichen Verständnis klingt das schnell nach Konfliktscheue oder ökologischem Idealismus. Für dich als Entscheider – für jemanden wie Alexander Weber – übersetzen wir das jedoch in Systemische Resonanz. Es geht nicht darum, dass sich alle an den Händen halten, sondern darum, die Reibungsverluste so gering zu halten, dass aus dem eingesetzten

Aufwand maximaler Vortrieb entsteht.


Die unbeschönigte Realität: Führung auf Verschleiß


Beobachte einmal die Dynamik in deinem Führungsteam, wenn der Druck von außen steigt. Oft erleben wir eine asynchrone Führung: Einer drückt, die anderen ducken sich weg oder leisten verdeckten Widerstand. Das System gerät in Schwingungen, die Energie fressen, aber keine Bewegung erzeugen.


Wer in solchen Phasen versucht, mit noch mehr autoritärem Druck durchzusetzen, erhöht lediglich die Temperatur im Getriebe, nicht die Geschwindigkeit.

Echte Souveränität zeigt sich darin, Resonanz zu erzeugen. Resonanz bedeutet, dass deine Impulse vom System aufgenommen und verstärkt werden, statt an der inneren Abwehr der Organisation zu verpuffen.


Der Hebel: Nachhaltigkeit als Energie-Effizienz


Wenn du diese dritte Säule als strategisches Werkzeug begreifst, verlässt du den „Fürsorge-Frame“. Nachhaltige Führung ist dann kein Akt der Nächstenliebe, sondern ein Akt der Verschleißminimierung.


Ordnung vor Harmonie (Ursprünglich: Harmonie): Systemische Resonanz entsteht durch Klarheit. Wenn Rollen, Verantwortlichkeiten und die Richtung im Nebel liegen, entstehen Reibungsverluste durch politische Spielchen. Nachhaltigkeit bedeutet hier: Radikale Klarheit, damit das Team seine kognitive Kapazität für die Lösung fachlicher Probleme nutzt, statt für das Überleben im System.


Systemische Dauerhaftigkeit (Ursprünglich: Nachhaltigkeit): Ein System, das permanent am Limit operiert, verliert seine Elastizität. Souveräne Steuerung bedeutet, die Last so zu verteilen, dass die Manövrierfähigkeit erhalten bleibt. Wer alles gleichzeitig zur Priorität erklärt, führt nicht – er verwaltet das Chaos.

Werte als Software: Deine Werte sind die Software, die bestimmt, wie das System auf Unsicherheit reagiert. Wenn deine Werte und deine Entscheidungen asynchron laufen, erzeugst du eine Dissonanz, die Vertrauen und damit Wirksamkeit kostet.


Vom Widerstand zum Vortrieb


Frage dich: Wo in deiner Organisation investierst du gerade massiv Energie, ohne dass sich das Schiff bewegt? Wo kämpfst du gegen das System, statt seine inhärente Dynamik zu nutzen?


Systemische Resonanz ist die Kunst, so zu steuern, dass die Organisation nicht „trotz“, sondern „wegen“ deiner Impulse atmet. Das ist die höchste Form der Souveränität.


Ausblick: Im nächsten Teil verlassen wir die großen Systemfragen und blicken auf dein persönliches Kraftzentrum. In Säule 4: Präzision an den Schaltstellen (Ursprünglich: Die Freude an kleinen Dingen) schauen wir uns an, wie du deine Energie als Leader sicherst, indem du den Fokus auf die Qualität deiner kleinsten Impulse legst.

 
 
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